Gemeinderat

Marktpolitik im Juni 20

Die Gemeinde hat für 2020 mit über 5,9 Millionen Euro eine neue Rekordverschuldung vom Landratsamt genehmigt bekommen. Eine der Hauptgründe des Defizits ist der Neubau und die Sanierung des Schulkomplexes. Alleine die Kosten des Bauabschnitts I (der Neubau) werden voraussichtlich 12,8 Millionen Euro betragen und wird Anfang 2021 fertig gestellt. Erst im Anschluss wird im Bauabschnitt II die Sanierung der Mittelschule durchgeführt werden.

Sozialer Wohnraum

Im Frühjahr 2021 beginnt das Katholische Siedlungswerk den Neubau von 47 Sozialwohnungen in Bad Abbach. Auf der Marktratssitzung hat die SPD dafür geworben, mehr 5-Zimmer-Wohnungen herstellen zu lassen und weniger 2-Zimmer-Wohnungen, da diese im Landkreis erhöhter Nachfrage unterworfen sind. Die Erstellung der 47 Wohnungen kann aber unserer Meinung nur ein erster Schritt sein, Bad Abbach braucht künftig mehr billigem Wohnraum, um allen Menschen ein zuhause bieten zu können.

Bebauungsplan Areal Wastlwirt

Für das Areal Wastlwirt und das zusammenhängende Gebiet mit den maroden gemeindlichen Sozialwohnungen in der Gerhard-Hauptmann-Straße wird ein neuer Bebauungsplan erstellt. Die Veräußerung der gemeindeeigenen Grundstücke steht immer noch zur Diskussion. Die SPD ist gegen einen Verkauf. Wir stehen für einen Neubau von billigem Wohnraum entweder in Eigenregie oder die Gemeinde als Erbpächter.

Familienzentrum

Für rund 525.000 Euro wird voraussichtlich im Ortskern am Markt ein Haus gekauft, das künftig in ein Familienzentrum umgewandelt werden soll. Damit wäre eine über 20 Jahre alte Kernforderung der SPD in Erfüllung gegangen. Die Gestaltung des Zentrums ist dagegen noch offen.

Felsenkeller

Bei der Marktratssitzung im Juni wurde das Gutachten über die Abbacher Felsenkeller vorgestellt. Fazit: die Gewölbe sind sicher und eine Teilöffnung möglich.

Manche Ausbesserungen zur Sicherheit und zur Ableitung des Oberflächenwassers müssen gemacht werden. Da die vorderen Räume je einen Ausgang haben, können sie für den Publikumsverkehr und Veranstaltungen geöffnet werden. Die Kosten der Sanierung wurden nicht geprüft.

Bis dato liegen noch keine Pläne vor, wie die Felsenkeller im Ortskern genutzt werden sollen. Die geplante Bebauung vor den Felsenkellern will der Bürgermeister und die CSU stoppen auch die Anfrage der Freien Wähler eine verminderte Bebauung zu prüfen, stieß auf wenig Resonanz. Die weiteren Pläne sollen in den nächsten Marktratssitzungen diskutiert werden.